Projekt Itansha – Blut, Schweiß und Tränen

Huhu ihr Lieben!

Meine bessere Hälfte kam nach einem spontanen Motorradkauf Ende August auf die glorreiche Idee, aus einer „normalen“ Maschine eine Itansha zu machen.

Im Normalfall heißt das, diverse Animebilder (gerne auch aus dem Lieblingsanime) via Volldruckfolie auf das Fahrzeug zu übertragen und von einem Lackierer dann mit Klarlack überziehen zu lassen.

Wie gesagt: „im Normalfall“. Da ich allerdings etwas künstlerisch begabt bin und Kenntnisse im Airbrushen habe (Grundkenntnisse, ich bin kein Profi, was das angeht), haben wir uns gedacht, dass man das Ganze doch auch in stundenlanger Handarbeit machen könnte – zumal es mehr Wert hat als Folieren. Gesagt, getan.

So begannen wir dann Anfang Oktober 2016 damit, uns der Motive einig zu werden (Nein, keine Hatsune Miku!) und ich Mitte Oktober einzelne Teile zu bearbeiten. Lackieren haben wir in Teilen selbst übernommen, immerhin gibt’s im Baumarkt kostengünstig Lackfarbe, die man auch für Autos verwenden kann. Teile wie Heckfender und Tank gingen für die Basislackierung natürlich zum Profi.

Da dies mein erstes Custom Painting (und eigentlich auch die erste „Kundenarbeit“ überhaupt) ist, musste ich mich natürlich erstmal etwas einlesen – boesner hat ja zum Glück genug Material dafür – und mich mit dem Untergrund vertraut machen.

Ich sag euch, ich hab selten so geflucht wie dieses Mal. Alles fing an mit dem Aufbringen des Maskierfilms. Der kleine Perfektionist in mir wollte den natürlich genau so verwenden wie auf einem Blatt Papier: keine Knicke, unter die Farbe laufen könnte, keine Luftblasen, eine perfekte Einheit mit dem Untergrund. Was nicht möglich ist, wenn das Teil eine gewisse Wölbung aufweist. Man kann sich meine Reaktion sicherlich vorstellen…

Nachdem ich dann meinen Lesestoff bzgl. Custom Painting zu Rate gezogen habe, habe ich festgestellt, dass ich gar nicht so pingeling sein muss. Auch der Autor hat Knicke im Maskierfilm, also ist das an und für sich nur halb so schlimm (sagte sie und musste die harten Kanten korrigieren, da ihr Farbe unter den Film gelaufen ist).

Also hab ich die Perfektion einmal beiseite gelassen (oder es zumindest versucht) und mit der Arbeit angefangen. Erstmal die Grundierung drauf, Maskierfilm drauf, nachdem ich die Motive übertragen hatte, Maskierfilm in Teilen ausschneiden, mit deckendem Weiß die Flächen vorgelegen und dann endlich mit Farbe an die Arbeit. Wie man an den Fotos sieht, sind kleiner Fehler vorhanden, aber um es noch einmal zu betonen: es ist alles Handarbeit, da darf so etwas vorkomen. Ich bin keine Maschine ;)

Falls du bis hier hin wirklich immer noch dabei bist: DANKE für’s Lesen!

Im November haben wir dann endlich damit begonnen, die Maschine wieder aufzubauen. Man kann sich übrigens keine schönere Jahreszeit dafür aussuchen… Nass, kalt, Garage unbeheizt, aber na ja, das Ding baut sich nicht von selbst auf, obwohl ich mir den einen oder anderen Wichtel gewünscht habe…

An und für sich sind wir soweit fertig. Bis auf ein klitzekleines Detail, aber das liegt momentan in den Händen der Post. Ich hoffe, dass es rechtzeitig und funktionierend bei mir ankommt… Darauf verzichten möchte ich nur ungern. :/ Die Teile sollten aber im Laufe der nächsten Woche bei mir eintrudeln.

Um euch das ganze Projekt auch einmal in Komplettansicht zu zeigen, hab ich ein kleines Video für euch (ohne Ton, man muss sich mein Geschniefe ja nicht unbedingt antun ;D):

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich froh bin, dass wir uns für eine Itansha und nicht für die ursprüngliche Idee Itasha entschieden haben, vermutlich wäre ich damit immer noch nicht fertig oder schon in einer Halle eingefroren.

Wer sich das gute Stück live angucken möchte, der wird uns voraussichtlich nächstes Jahr auf der Dokomi in Düsseldorf antreffen. Ich würde mich freuen, den einen oder anderen von euch dort begrüßen zu dürfen. :)

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