[Unterwegs] EpicCon.

Hallo ihr Lieben!
Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal so weit: die erste Convention diesen Jahres stand vor der Tür. Dieses Mal war es die EpicCon in Münster.

Für diejenigen, die keinen langen Text lesen wollen, hier ein tl;dr:
War gut, gerne wieder – aber am Catering sollte noch gearbeitet werden.

Tag 1
Tag 1 begann für mich ungewohnt früh. Da mein Freund und ich noch ein Fahrzeug für die Convention abholen mussten, haben wir uns um 3 Uhr morgens auf den Weg nach Dormagen gemacht und sind von dort aus nach Münster. Eins sage ich euch: nie wieder bringe ich meinen Biorhythmus so durcheinander. Es gab die ein oder andere Situation, in der ich kurz vor’m Sekundenschlaf war – zum Glück ist der Fall nicht eingetreten, sodass wir doch heil in Münster ankamen.

Vom Treffpunkt in Münster selbst ging es dann in Richtung Halle Nord, die ca. fünf Minuten Fahrt entfernt lag. Während ein Bekannter und ich unsere Fahrzeuge im Parkhaus unterbrachten, hat sich der Rest um die Standplanung gekümmert. Im Gegensatz zur Dokomi letztes Jahr konnten wir dieses Mal alle Fahrzeuge in Sichtweite aufstellen. Das empfand ich persönlich als sehr angenehm. Des Weiteren hätte ich nicht erwartet, dass es so wenige Fälle von „Leute gucken mit ihren Händen“ gibt. Davon gab es, wenn’s hochkommt, vielleicht… 2? Obwohl die Zielgruppe bei Dokomi und EpicCon eigentlich die Gleiche ist, sehen sich die Leute in Münster die Autos interessiert an und versuchen nicht, in die Fahrzeuge einzusteigen.

Ohne diese Sorge konnte man dann auch mal den Stand verlassen und sich die Panels diverser Cosplayer angucken. In meinem Fall waren es die Cosplay around the World-Panel von Leon Chiro sowie das Q&A-Panel von MaulCosplay. Beides im Übrigen sehr sympathische Menschen, Maja von MaulCosplay natürlich auch eingeschlossen. Da ich eigentlich fast immer davon ausgehe, dass „Szeneberühmtheiten“ sich eher distanziert und abgehoben verhalten, war ich sehr positiv überrascht, dass alle drei so auf dem Boden geblieben sind und sich mehr als eine Minute Zeit für ihre Fans genommen haben. So konnte man am Stand von Maul auch mal ein bisschen Smalltalk mit ihm führen, während man sich für ein Selfie fertig macht oder sich sein Autogramm abholt (oder beides). Gleiche Szenen auch nebenan bei Leon Chiro.

Den Rest des Tages habe ich dann damit verbracht, die Gänge nach Merchandise und Süßkram zu durchforsten und den Stand besetzt zu halten. Auch wenn das unter Umständen gar nicht nötig gewesen wäre, da sich die Besucher teilweise nicht getraut haben, uns anzusprechen. Vielleicht wussten sie allerdings auch nicht, ob wir zum Stand gehören oder auch nur Besucher sind.

Nach Ende der Convention ging es dann auf Restaurantsuche in Münster.
Entweder gab es am Samstag irgendwas umsonst oder ganz Münster hat sich entschlossen, essen zu gehen, da wir ca. eine Stunde nach einer Lokalität gesucht haben, die nicht komplett besetzt war. Gefunden haben wir dann das Bohéme Boulette. Von außen und innen typisch Kneipe, essenstechnisch allerdings weit davon entfernt. Sowohl geschmacklich als auch preislich ist der Laden echt zu empfehlen.

Da ich schon viele schlechte Veggieburger gegessen habe, habe ich ein wenig mit mir gerungen, ob ich mir nicht doch einfach einen Salat bestellen sollte. Die Wahl fiel dann doch auf den Burger und von diesem wurde ich nicht enttäuscht! Brötchen lecker, Soße lecker, Patty keine Presspappe sondern schön saftig. Falls ihr also mal in Münster unterwegs seid und etwas zu essen sucht, schaut euch den Laden an :)

Tag 2
Tag 2 begann zu einer normaleren Uhrzeit, sodass wir dann auch noch zu Hause frühstücken und uns fertig machen konnten. Mit ein wenig Verspätung dank zweier Unfälle (wer rechnet im Winter schon mit Schnee und Eis auf der Autobahn?) kamen wir dann an der Halle an und haben unsere Sachen an den Stand gebracht. Auch der Sonntag sollte sehr entspannt werden, was die Convention deutlich angenehmer machte als die Dokomi.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch am Sonntag durch die Gänge zu schleichen – vielleicht findet man ja doch noch was (z.B. kleine Umaru-Chan Figürchen). Zwischendurch hat man dann dem einen oder anderen Fotografen über die Schulter geschaut. Der Vorteil, wenn dein Stand direkt neben den Cosplay-Ständen steht.

So ging dann auch irgendwann der Sonntag zu Ende. Das Abbauen des Standes ging auch recht zügig, so dass mein Partner und ich eigentlich relativ früh aufbrechen konnten. Wäre da nicht die leere Batterie unseres Autos gewesen…

Da standen wir nun also in der Kälte des Parkhauses und kamen nicht ins Auto, da die ZV nicht reagierte. Nach einigen Versuchen, die Tür trotzdem zu öffnen (zum Glück hat das Opel noch Türschlösser), saßen wir im kalten Auto und haben diverse Anrufe getätigt, bis wir ein Überbrückungskabel besorgt bekommen haben. Danke an F. und D. an dieser Stelle, die von der Halle ins Parkhaus kamen und Starthilfe leisteten – sonst würden wir wahrscheinlich immer noch da stehen und rätseln, wie wir am besten nach Hause kommen :’D

Fazit
Als abschließendes Fazit möchte ich sagen, dass ich bis jetzt kaum eine entspanntere Convention besucht habe. Als Besucher war man schon öfter unterwegs, allerdings irgendwie immer im Stress. Dies war auf der EpicCon nicht so. Man konnte sich in Ruhe unterhalten, in Ruhe an den Standen schauen und sich mit den Verkäufern unterhalten, etc.

Die Orga wirkte stellenweise etwas chaotisch, aber im Endeffekt immer sehr bemüht, dir zu helfen. Während ich samstags unsere Tickets abholen wollte und warten musste, wurde sich mehrfach bei mir entschuldigt. Auch das ist ein Punkt, den ich sehr zu schätzen weiß. Von einer anderen Convention in NRW hat man ja schon andere Dinge gehört, die dazu führen, dass ich diese Veranstaltung meide.

Das Catering… Ehm ja. Ähnlich wie bei den anfangs erwähnten Veggieburgern habe ich auch Conventions schon viel Schlechtes gegessen, aber die Nudeln auf der EpicCon waren bis jetzt das Schlimmste. Über die trockenen Stellen kann ich hinweg sehen, aber nicht über den Geschmack. Kennt ihr diese Chipsfrisch Ungarisch? Wenn ihr euch davon eine ganze Tüte in den Mund stopft, habt ihr den Geschmack der Nudeln. Es war wirklich grenzwertig. Aber dafür waren die Pommes essbar.

Alles in Allem war es dennoch eine gelungene Convention und ich freue mich auf die kommende Dokomi im Mai.

Wart ihr auf der EpicCon?
Wenn ja, wie hat es euch gefallen?

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