Unterwegs

[Unterwegs] gamescom 2016

[Unterwegs] gamescom 2016

It’s a gamescom thing
you wouldn’t understand…

Wie jedes Jahr stand auch 2016 die gamescom in Köln vor der Tür. Eigentlich hab ich mir geschworen, aufgrund der Fülle an Menschen die Messe zu meiden; aber dennoch entschied ich mich bereits letztes Jahr dazu, dieses Mal (fast) alle Messetage zu besuchen. Hab leider für Samstag keine Karten mehr bekommen, da ich 1. den VVK verpennt hab bzw. der Meinung war, dass man noch genug Karten bekommt und 2. Saturn nur 7 (!) Samstagskarten hatte (ganz schwach, wenn man bedenkt, wie viele Tickets man im Jahr davor noch kaufen konnte…).

Bereits am Mittwoch sind wir Richtung Köln gefahren, um unsere dort angemietete Wohnung zu beziehen und zu gucken, wie lange wir zum Messegelände brauchen (via S-Bahn ca. 5 Minuten) und wo wir nach den langen Messetagen etwas zu Essen herbekommen. Da die Wohnung recht zentral lag, hatten wir so gesehen freie Wahl was Burger, Pizza, Asia, Pasta, Sushi etc. anging.

Tag 1 – Donnerstag
Angekommen auf dem Messegelände sind wir so um 9 bzw. 9.30, was einige wahrscheinlich als zu spät ansehen, wenn man bedenkt, dass der offizielle Einlass um 10.00 Uhr beginnt. Dieser ging relativ zügig vonstatten, was ich aufgrund der angekündigten Taschenkontrollen nicht erwartet hätte. Innerhalb von ungefähr 20 Minuten konnten wir in Halle 11 durch den Scan und in die Hallen.

Da wir eh an drei von vier Messetagen anwesend gewesen sind, haben wir den ersten Tag genutzt, um uns einen Überblick zu verschaffen, an welchen Ständen sich das Anstellen lohnt und welcher Entwickler sich wo aufhält. Im Nachhinein habe ich mir dann doch die gamescom-App heruntergeladen, um einen handlicheren Messeplan in der Tasche zu haben als die Messezeitschrift (die meines Erachtens eh nur Highlights aufzeigt).

Relativ schnell sind mein Freund und ich dann Richtung Halle 5.2 gestiefelt, zum einen, weil ich wissen wollte, wo ich Geld ausgeben kann und weil h0llyLP auf Twitter angekündigt hat, dass er am Tumilo-Stand anzutreffen ist. Nicht, dass ich ein Youtube-Fangirl bin oder sowas, aber es ist schön, die Leute mal persönlich kennenzulernen oder zumindest sie mal in persona zu sehen. Apropos in persona: dieses Jahr hab ich’s endlich geschafft, der werten Aranel Jawbreaker über den Weg zu laufen. Eigentlich war es der Plan, dass wir uns letztes Jahr schon auf der ComicCon in Dortmund zu treffen, aber dazu waren wir zu unfähig. Hat mich sehr gefreut, hoffe auf ein baldiges Wiedersehen :)

Nach gefühlten 20 Stunden auf den Beinen haben wir den ersten Tag bei Freddy Schilling ausklingen lassen. Für die beiden Herren, mit denen ich unterwegs war, gab’s Fleisch, für mich einen sehr leckeren vegetarischen Burger.

Tag 2 – Freitag
Mit noch immer schmerzenden Füßen vom Vortag haben wir uns auch wieder so um 9 auf den Weg zur Messe gemacht. Auch hier haben wir Kontrollen und Einlass relativ zügig hinter uns gebracht, wobei es schon etwas länger dauerte. Man merkte das nahende Wochenende. Sobald wir in den Hallen waren, haben wir uns bei den am Vortag geplanten Ständen angestellt. Allerdings waren es dieses Jahr relativ wenig, so dass man den „Pflichtbesuch“ schnell erledigt hat. Looterkings war mir an diesem Tag zu voll, allerdings hab ich mich bei The Inner World prächtig amüsiert. Und ehm… ich hab das Spiel zum Absturz gebracht. Der Hauptcharakter hat sich auf einmal nicht mehr bewegt und somit musste die Software neu gestartet werden. Für einen ersten Eindruck hat die Zeit aber vollkommen ausgereicht.

Bei Blizzard standen wir planlos rum, in der Hoffnung Jessica Nigri zu treffen / zu finden (währenddessen ist der YouTuber Sarazar an uns vorbeigelaufen) und haben uns die sehr eindrucksvollen Cinematics angesehen. Eins muss man Blizzard ja lassen: geile Videos können sie! Danach ging’s dann wieder in die Merch-Area, in der ich mir ein T-Shirt, ein Plüsch-Glaziola und diversen anderen Kram gekauft habe. Der japanische Süßkram war mir dann doch dezent zu teuer. Vor allem, da ich nicht weiß, wie alles schmeckt.

Abends ging es dann wieder zu Freddy Schilling futtern. Solltet ihr mal in Köln sein, besucht das Restaurant bitte einfach mal. Ich hab selten so geile Burger gegessen, so einen entspannten Abend gehabt und so ein gutes Preis-Leistungsverhältnis gesehen.

Tag 3 – Sonntag
Der letzte Tag war – wider Erwartens – recht entspannt, obwohl der Einlass deutlich länger dauerte. Trotz eines Sonntages waren die Hallen recht leer, so dass man sich bewegen konnte ohne anderen Besuchern auf die Füße zu treten. Allerdings muss ich sagen, dass mir persönlich zu viele Minderjährige in Bereichen rumspaziert sind, in die sie nicht gehören. Elterliche Begleitung hin oder her.

Eigentlich wollte ich mich ja nirgends anstellen (außer eben bei Looterkings), dennoch hab ich einige Zeit in der World of Tanks-Konsolenschlange verbracht. Einfacher kann man nicht an eine Goodiebag kommen: einfach mit dem Hetzer ins Gemüse stellen und auf Arbeit warten. Einen Punktabzug gibt es allerdings schon: man durfte ein angefangenes Match nicht beenden, da die Spielzeit abgelaufen ist (ca. 7 Minuten).

Da wir bereits Freitag schon alles erkundet haben, sind wir durch’s Cosplayvillage geschlendert und wieder einmal beim Merch gelandet, haben die Indie-Area ein weiteres Mal unsicher gemacht, in der ich die Chance ergriffen habe, doch noch Looterkings anzuspielen und haben die gamescom mittags verlassen. Was größtenteils den schmerzenden Füßen geschuldet war, wann ist man schon mal drei bzw. vier Tage bis zu 10 Stunden unterwegs, ohne eine gescheite Pause einzulegen?

Fazit
Donnerstag und Sonntag empfand ich als recht angenehme Tage, der Freitag war dann doch etwas stressiger. Die angekündigten Taschenkontrollen waren positiv zu sehen, da sie trotz der Menschenmengen recht schnell vonstatten gingen, allerdings erwecken private Cosplayer mit Fakewaffen den Eindruck, dass nur morgens gründlich kontrolliert und nachmittags ein Auge zugedrückt wurde (wer die diesjährigen Sicherheitsvorkehrungen gelesen hat, weiß, dass priv. Cosplayer eigentlich ihre Waffen und waffenähnliche Gegenstände zu Hause lassen sollten…).
Ein weiterer Punkt, der mich störte, war, dass viele Leute einfach Fotos von meinem Freund im Cosplay gemacht haben, ohne vorher zu fragen. Teilweise wurd’s sogar recht auffällig unauffällig gemacht. Ich finde, es gehört zum guten Ton vorher zu fragen, man weiß ja nie, ob die Person gerade etwas Privates zu tun hat (z.B. Essen, Telefonieren, etc.)

Sollte ich nächstes Jahr die gamescom besuchen, werde ich allerdings definitv in ein Hotel einchecken. Ihr fragt euch jetzt sicherlich warum. Wir haben für die Wohnung von Mittwoch bis Sonntag 500€ gezahlt und nun ja, für den Preis erwarte ich schon einen gewissen Standard. Folgende Punkte haben den Aufenthalt in Köln dezent vermiest: im Kosmetikmülleimer im Bad lag der Müll vom Vormieter, die beiden Pflanzen haben wahrscheinlich das letzte Mal vor zwei Monaten Wasser gesehen, im Kühlschrank lagen Essensreste, im Eisfach noch Eiswürfel, wir hatten Schimmel in der Dusche (vom verdreckten Seifenspender ganz zu schweigen), weiterer Dreck lag auf dem Boden und hinter den Betten. Mein Freund hatte ein kaputtes Lattenrost und das Schlimmste war wohl die Baustelle direkt vor der Tür. Einziger positiver Punkt: wir waren in ca. 5 Minuten am HBF und damit am Dom.

Falls jemand einen der Cosplayer auf den Fotos kennt, bitte sagt mir Bescheid, damit ich die Namen in den Bildunterschriften ergänzen kann!

tl;dr: zu laut, angebotene Spiele dieses Jahr uninteressant, tolle Cosplays, nette Menschen, viel Merch, lieber Hotel als Mietwohnung.

Author: Casketnail

28. Bloggt seit 2012. Macht irgendwas mit Medien und Kunst.

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