#NotMyPresident

#NotMyPresident

Der Schock sitzt tief.
Immer noch.

Mittlerweile wissen wir alle, dass Donald Trump Präsident der USA wird bzw. ist. Ein Mensch, der offen mit seiner rassistischen Einstellung hausieren geht. Ein Mensch, den Frauenrechte einen Scheiß interessieren. Oder Rechte der LGBTQ+-Community. Oder Rechte von Immigranten. Ein Mensch, der eine Mauer bauen will. Ich könnte auch noch „Ein Mensch mit einer schlechten Frisur“ anmerken, aber das tut nichts zur Sache.

Diese Situation sollte mich eigentlich gar nicht so mitnehmen, wie sie es tut. Sitze ich doch hier im schönen, ruhigen Deutschland. Es nimmt mich aber mit. Sehr sogar.

20161111_131531-600x800pxWährend mir Facebook mehr oder weniger schöne Seiten der Welt zeigt (ich es dennoch meide, da mir die Stimmung dort seit Anfang des Jahres absolut nicht gefällt), sehe ich auf Twitter, was momentan in den USA abgeht. Neben den Menschen, die „ihren“ Präsidenten feiern, teilweise friedlich in den eigenen vier Wänden, gibt es diejenigen, die sich jetzt sämtliche Rechte rausnehmen, um Minderheiten zu attackieren. Da wird Frauen ihr Hijab vom Kopf gerissen, anderen wird Vergewaltigung gewünscht. Homosexuelle werden mit Flaschen attackiert, nur weil sie gerade auf einem Date sind. Schüler / Studenten marschieren mit Trump-Flagge und „White Power“ brüllend durch die Gänge. LGBTQ+-Mitglieder begehen Suizid.

Beispiele gefällig?

Ganz ehrlich: das macht mir Angst!
Auch wenn sich einiges bereits als False Flag / Fake herausgestellt haben sollte.

Unsere Wahlergebnisse zeigen einen klaren Rechtsruck, auch wenn keiner von den Wählern zugeben würde, dass er / sie rechts ist. Sie sind ja nur besorgt. Trump’s Wähler sind mit Sicherheit auch nicht alle rassistisch, aber sie wählten einen Rassisten. Ihr habt den Spruch „Ich bin kein Rassist / nicht rechts / hab nichts gegen Frauen, aber …“ in den letzten Monaten ja sicherlich zu genüge gehört.

Klar, jetzt kommen die Leute aus ihren Löchern, die sagen, Hillary wäre viel schlimmer gewesen. Mag sein, aber ich wage zu bezweifeln, dass ein Rassist und Frauenfeind die bessere Wahl ist. Wir wissen, wo UNS ein Rassist hingebracht hat. Und wir wissen alle, WIE das ausgegangen ist.

Ich will das nicht. Nicht in den USA. Und auch nicht hier.
Ich will nicht, dass Menschen aufgrund von Unterschieden (Hautfarbe, Religion, …) als minderwertig angesehen werden. Dass ihnen die Schuld für eigenes Versagen gegeben wird („Sie klauen uns unsere Jobs!“). Ich will nicht, dass ich als Frau damit rechnen muss, dass man mich anpackt, nur weil man es durch die Wahl einer frauenfeindlichen Partei als vollkommen ok wertet (das mag jetzt vielleicht sehr weit hergeholt sein, aber ihr versteht sicherlich, was ich meine). Ich will nicht, dass meine LGBTQ+-Freunde sich niemals outen dürfen, weil sie sonst mit Hass und Morddrohungen rechnen müssen.

Abschließend noch zwei Tweets, die für mich die Worte gefunden haben, die mir in dieser dunklen Zeit fehlen…